Es mag wie ein Klischee klingen, doch in meinem Fall ist es in der Tat so:  Bewegte Bilder haben mich schon immer bewegt. Die Filmerei hat mich seit Kindesbeinen fasziniert.

Angefangen hat das mit den Super8-Filmen, die mein Vater damals in den 1970er Jahren von meinem Bruder und mir im Sandkasten, bei Familienausflügen oder besonderen Anlässen gedreht hat. Wenn er damals die Leinwand aufgebaut hat und das Licht ausging, wusste ich auch als kleines Kind schon: Gleich passiert etwas Magisches. Egal, wie verwackelt die Bilder damals auch waren und egal, dass man den schnarrenden Ton in Mono nur an den wenigsten Stellen verstand: Ich konnte meine Augen nicht von den sich bewegenden Bildern lassen.

Später habe ich mich an der Super8-Kamera meines Vaters dann selbst ausprobiert und war Mitte der 1980er Jahre der glücklichste Teenager der Welt als mein Vater sich zur Konfirmation meines Bruders einen VHS-C-Camcorder zulegte. Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, wer mit dem Ding an diesem Sonntag am meisten gefilmt hat. Wenn man so will: Das erste große Familienfest, das ich filmisch festgehalten habe.

Etwas mehr als dreißig Jahre später umfasst mein filmisches Werk unzählige weitere Produktionen. Inzwischen umfasst mein Portfolio u.a. zwei Spielfilme, sowie diverse Kurzfilme und Musikvideos. In den letzten Jahren sind auch zwei Dokumentarfilme hinzugekommen – »So weit weg immer näher« und »Ferne Liebe«. Letzterer feierte seine Premiere beim 11mm-Fußballfilmfestival 2016 im Kino Babylon in Berlin.

Dass meine Leidenschaft jedoch ungeachtet dessen vor allem den persönlichen Filmen gilt, die als Erinnerungen an ganz besondere Tage bleibenden Wert besitzen, habe ich und haben Sie in erster Linie meinem Bruder zu verdanken. Ähnlich wie bei seiner Konfirmation habe ich viele Jahre später nämlich auch auf seiner Hochzeit gefilmt und die Fröhlichkeit der Menschen, die ich an diesem besonderen Tag vor der Kamera hatte, hat mich seit dem nicht mehr losgelassen.

Und auch, wenn natürlich jede Hochzeit anders ist und jedes einzelne Familienfest seine ganz speziellen und eigenen Momente und Besonderheiten hat, bleibt unter dem Strich doch vor allem eine Sache, die mich ausfüllt: Ich habe es mit glücklichen Menschen zu tun. Meine tägliche Herausforderung, der ich mich jeden Tag mit Liebe zu meinem Beruf stelle, ist das Festhalten dieses Glücks in Filmen, die auch nach vielen Jahren immer wieder gerne angesehen werden.

In diesem Sinne sage ich es Ihnen ganz offen: Ich würde mich sehr freuen, wenn ich auch Ihren Film machen dürfte.

Martin Zeising
Herzklopfen Film Berlin