Zu den schwierigsten Aufgaben auf einer Hochzeitsfeier gehört mit Sicherheit die Auswahl der richtigen Musik. Geschmäcker sind schließlich und bekanntlich verschieden. Die richtige Auswahl der Songs kann da schnell zu einer Gratwanderung werden. Nicht umsonst, werden gute DJs entsprechend gut bezahlt. Sie haben ein Gespür dafür, was den Leuten gefällt und welche Lieder nicht ankommen. Wenn ein DJ sein Handwerk versteht, wird er die richtige Mischung finden. Er wird Lieder für alle anwesenden Generationen spielen. Er wird Lieder spielen, die jeder kennt. Und er wird Lieder, bei denen man reflexartig die Augen verdreht, weil man sie inzwischen viel zu oft gehört hat, nicht spielen.

Eine Frage des Vertrauens

Die Frage nach dem richtigen DJ ist für eine gelungene Hochzeitsfeier also letztlich mindestens ebenso wichtig, wie die nach dem richtigen Videografen. Schließlich ärgert man sich über ein schlechtes Hochzeitsvideo am Ende mindestens genauso wie über schlechte Musik auf der eigenen Hochzeitsfeier. Genau wie beim Hochzeitsvideo ist die Frage nach dem richtigen DJ also vor allem eine Frage des Vertrauens.

Wie viel Zeit ist eigentlich?

Wer bei dieser Frage nicht das Glück hat, einen DJ in seinem Bekannten- oder Freundeskreis zu haben, kommt da schnell mal in Entscheidungsnot. Die erste Frage, die man sich in diesem Fall jedoch stellen sollte: Braucht man überhaupt einen DJ? Muss da wirklich jemand an den Turntables stehen und auf die Musikwünsche der Gäste eingehen? Gibt der Ablauf der eigenen Feier überhaupt genug zeitlichen Spielraum für eine ausgelassene Tanzparty? Lohnt die Anreise für einen DJ, wenn sich Abendessen, Spiele, Hochzeitstorte und Ansprachen bis Mitternacht ziehen?

Welche Alternativen gibt es?

Doch was macht man, wenn man selbst in Sachen Musik nicht unbedingt bewandert ist? Wenn man viele Lieder zwar aus dem Radio kennt, aber meistens weder den Titel noch den Interpret? Wenn man zwar keine lange Party plant, den eigenen Gästen aber trotzdem die Gelegenheit bieten möchte, die angefutterten Pfunde des Fünf-Gänge-Menüs wieder wegzutanzen?

 

Die Playlist – das moderne Mixtape

In diesem Fall helfen sogenannte Playlists. Diese sind im Grunde nichts Anderes als das gute alte Mixtape – nur eben in digitaler Form. Man kann sie vor der Hochzeit erstellen und im Gegensatz zum Mixtape bieten sie den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie jederzeit noch geändert werden können. Wenn also keine Stimmung aufkommen will: einfach die Playlist ein wenig pimpen und schon läuft der Laden.

Streaming-Dienste bieten ein großes Repertoire

Dank moderner Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer oder auch Tidal ist heutzutage auch das eigene Repertoire kein Problem  mehr. Für eine Monatsgebühr von etwa 10 Euro bekommt man Zugriff auf so ziemlich jeden Song, den man sich in seiner Playlist wünscht. Die meisten Streamingdienste kann man dabei monatlich kündigen – für den Fall, dass man nach der Hochzeit keine Verwendung mehr für den Dienst hat.

Mit welchem Lied fange ich?

Bleiben am Ende dann nur die drei großen Frage: Was wollen die Gäste hören? Was bringt Stimmung? Welche Lieder gehören auf die Playlist? Die Antworten auf diese Fragen liegen wie so oft natürlich im Detail und hängen von vielen Faktoren ab – und in erster Linie selbstverständlich vom Musikgeschmack der Gäste.

Eine Inspirationshilfe

Meine erste Playlist »Liebeslieder No.1« kann diesbezüglich vielleicht die ein oder andere Anregung bieten. Ich rolle hierbei das Feld ganz bewusst von hinten auf. »Liebeslieder No.1« beinhaltet Lieder für den späten Abend. Für den sehr späten Abend. Für die Zeit, wenn sich die Gäste erschöpft in den Armen liegen und die Energie gerade noch für den Steh-Blues reicht. Es sind 25 Songs über die Liebe.

Hinweis: Um die Songs der Playlist in voller Länge hören zu können, benötigen Sie einen kostenlosen Account bei Spotify. Diesen können Sie in wenigen Schritten unter www.spotify.com einrichten. Ohne Spotify-Account hören Sie nur eine dreißig Sekunden lange Vorschau auf die einzelnen Lieder.